© Marc Wilhelm

Optimierte Selbstversorgung

Angelika und Ingo Hamel nutzen ihren Sonnenstrom für Wärme, Haushalt und Mobilität. Ein kleines Zusatzelement in der Wallbox, der Power Boost, sorgt dafür, dass die Eigennutzungsquote optimiert wird.

Vor neun Jahren haben Angelika und Ingo Hamel ein Haus aus den 50er-Jahren gekauft. Das musste zunächst grundlegend saniert werden. Im ­Hinblick auf Klimaverträglichkeit und Energieverbrauch ging es beiden um ein energetisches Gesamtkonzept. „Das sollte so umweltverträglich und effizient wie möglich sein – das sind wir der nächsten Generation schuldig“, erklärt Angelika Hamel mit Blick auf ihre heute 12-jährige Tochter Mia. Zentrales Element ihres Konzepts ist ihre Photovoltaik (PV)-Anlage, die Strom für den Haushalt, eine Wärmepumpe und das neue E-Auto liefert. Für die ideale Nutzung der Energie vom eigenen Dach sorgt neben einem Energiespeicher heute ein kleines Element, der Power Boost, den die Pfalzwerke direkt mit der Wallbox Pulsar plus verbaut haben.

 

Transparenz: Per App hat Familie Hamel stets den Überblick über Stromproduktion und Verbrauch. | © Marc Wilhelm
Transparenz: Per App hat Familie Hamel stets den Überblick über Stromproduktion und Verbrauch.
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Und so greifen die Elemente ineinander: Zunächst wurde das Haus entkernt und gedämmt, um den Wärmebedarf und Wärmeverluste gering zu halten. Auf dem Dach hat eine PV-Anlage in Süd- Westausrichtung mit einer Leistung von 5,4 Kilowatt peak Platz. Mehr wäre schön gewesen, gibt der Familienvater offen zu, aber war leider nicht möglich. „Doch jede Kilowattstunde, die aus erneuerbarer Energie gewonnen wird, statt aus Atomkraft, ist ein Gewinn“, führt er seine Überzeugung aus. Bei Familie Hamel sind es rund 5.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr – das entspricht ungefähr ihrem Eigenverbrauch an Haushaltsstrom, Wärmestrom und für Mobilität. Der Bedarf wächst. Den Anfang machte ein E-Bike, mit dem Ingo Hamel Einkäufe erledigt. Seit diesem Jahr steht auch ein E-Skoda mit einer Reichweite von 350 Kilometern vor dem Haus. „Das ist optimal – die Reichweite reicht für uns locker“, lächelt der Jurist. Geladen wird per Wallbox Pulsar Plus mit Power Boost.

Der kleine Unterschied:  Der Power Boost in der Wallbox Pulsar Plus sorgt dafür, dass bei Ingo Hamel überschüssiger Solarstrom in Kombination mit möglichst wenig Strom aus dem Netz kombiniert wird. | © Marc Wilhelm

»Unsere Stromproduktion wird maximal ausgenutzt.«

Ingo Hamel

Selbstversorgung optimieren

„Durch dieses zusätzliche Element wird unsere Stromproduktion optimal ausgenutzt“, sagt Hamel. Um die Selbstversorgung zu erhöhen, nutzen sie bereits einen Stromspeicher mit 4,2 Kilowatt. „Es gibt so viele Verbraucher, die nachts durchlaufen, wie Kühlgeräte aber auch Geräte im Standby-Modus. Die werden zumindest zum Teil von unserem Stromspeicher und damit von unserem selbst produzierten Strom bedient“, betont Ingo Hamel. „Im Sommer erreichen wir eine Autarkiequote von 90 Prozent, im Jahresdurchschnitt sind es erst 38 Prozent“, sagt Hamel. Aktuelle Daten und eine Auswertung für einen gewünschten Zeitraum kann er sich bequem per App auf dem Smartphone, Tablet oder Rechner anschauen.

Präferenzen: Solarstrom vom Dach wird für Haus und Stromspeicher genutzt. Überschuss speist die Wallbox in  das E-Auto mit ein. | © Marc Wilhelm
Präferenzen: Solarstrom vom Dach wird für Haus und Stromspeicher genutzt. Überschuss speist die Wallbox in das E-Auto mit ein.
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Dass dieser Anteil weiter optimiert wird, dafür sorgt nun der Power Boost, wie ihm Pfalzwerke-Berater Stefan Kreis erläuterte. Damit ist die Wallbox in der Lage, Lastenmanagementaufgaben zu übernehmen. Der Stromverbrauch zu Hause wird in Echtzeit gemessen und zudem die Ladeleistung unter Berücksichtigung der Kapazität des lokalen Stromnetzes angepasst. Zusätzlich lässt sich per App die Funktion Eco smart aktivieren. Die bezieht, wie bei Familie Hamel, den eigenen PV-Strom mit ein. Ähnlich einer Weiche steuert er den Stromfluss vom Dach. Er erkennt grünen Strom, der noch nicht an anderer Stelle im Haus genutzt wird, und mischt diesen mit Netzstrom, um ein effizientes Laden zu gewährleisten. Das heißt, sind Haushalt und Stromspeicher versorgt, erhält das Auto die Überschussenergie.

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E-Mobilität: Bei Ingo Hamel sorgt seit wenigen Monaten die Wallbox dafür, dass das neue E-Auto mit möglichst viel Solarstrom geladen wird. | © Marc Wilhelm
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Tanken mit Solarstrom

In Kürze bekommt der Power Boost noch mehr zu tun. Denn Angelika Hamel ist so begeistert von Fahrgefühl, einfacher Handhabung – und dem Betanken mit dem eigenen Solarstrom, dass sie ihren Fiat 500 gegen einen elektrifizierten eintauschen wird.

Optimiertes Laden mit Power Boost

Die Wallbox Pulsar Plus wird durch den Power Boost zum Energiemanager und ermöglicht mit der Eco-Smart-Funktion PV-geführtes Laden. So wird für ein E-Auto überschüssiger Solarstrom mit möglichst wenig Netzstrom kombiniert.

Voraussetzung: 

• Photovoltaik-Anlage

• Eigenstromnutzung

• Platz im Zählerschrank für einen Energiezähler

• Bereits vorhandene Wallbox Pulsar Plus ist mit Power Boost nachrüstbar.

 

Infos über: www.pfalzwerke.de/privatkunden/emobilitaet/wallbox

 

Titelbild: Marc Wilhelm

Kontakt

Pfalzwerke Elektromobilität

Hotline: 0621 57057-2585
E-Mail: elektromobil@pfalzwerke.de