sind auch in Europa spürbar: zunehmende Wasserknappheit, Überschwemmungen, Hitzerekorde. Ein Verursacher sind Treibhausgase. Deshalb sind die Ziele in der EU klar: 2050 will sie klimaneutral sein. Das heißt, es dürfen nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als wieder gebunden werden können. Auf dem Weg dahin sind Zwischenziele fixiert. 2030 muss der Ausstoß bereits um 55 Prozent, bis 2040 um 90 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 reduziert sein.
Deutschland hat sich vorgenommen bereits 2045 Klimaneutralität zu erreichen und die Emissionen bis 2030 um 65 Prozent zu reduzieren. Aktuell ist bereits eine Absenkung um mehr als 40 Prozent erreicht. Den größten Anteil daran hat die Energiewirtschaft durch den Ausstieg aus der Kohlewirtschaft und den Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu kommen Effizienzsteigerungen in der Industrie sowie der vorangetriebene Strukturwandel mit der Energiewende. „Der langfristige Trend passt“, ist sich Matthias Haas, Experte für Wärmepumpen bei den Pfalzwerken, sicher. Doch die Dynamik der Einsparungen lässt nach. 2025 wurde in Deutschland noch eine Absenkung an Treibhausgasemissionen (in CO2-Äquivalenten) von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht. „Das reicht aktuell nicht aus, um die Ziele für 2030 und 2045 sicher zu erreichen. „Das Tempo muss höher werden“, sagt Haas.
Ein wichtiges Instrument ist der Emissionshandel. Große Industrieanlagen, Kraftwerke oder Luft- und Seeverkehr müssen pro Tonne ausgestoßenem CO2 Zertifikate erwerben. Diese „Verschmutzungsrechte“ handelt beispielsweise die Energiebörse in Leipzig. Der Preis wird seit 2026 über den Handel mit Zertifikaten in einem vorgegebenen Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro ermittelt, wie das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit erklärt. Das Geld fließt komplett in den Klima- und Tranformationsfonds. Aus ihm werden Maßnahmen für Klimaschutz und die Energiewende finanziert. Ab 2027 greift der europäische Emissionshandel für Brennstoffe. Wie sich die Preise dann entwickeln, ist noch unklar.