Auf das Dach passt eine PV-Anlage mit einer Leistung von 8,1 Kilowattpeak, kombiniert mit einem 12-Kilowattstunden (kWh)-Speicher. Der Haushalt benötigt pro Jahr rund 9.000 kWh Energie. Mit den notwendigen 18 Modulen lassen sich im Jahr circa 6.640 kWh Strom produzieren. Was nicht sofort gebraucht wird, geht direkt in den Speicher, beispielsweise für nächtliche Verbraucher wie Kühlgeräte oder Heizung. Mit dieser Kombination kann sich das Ehepaar somit zu 68 Prozent selbst mit erneuerbarer Energie versorgen – für Haushaltsstrom, E-Mobilität und Wärme. Damit spart es 1.980 Euro pro Jahr an reinen Stromkosten.
Anfang des Jahres rollten bei Familie Patz die Handwerker an. „Die Pfalzwerke kümmerten sich auch um Ausbau und Entsorgung der alten Gasheizung – das ist eine große Entlastung“, betont die Ehefrau. Parallel wurde das Fundament für das Außengerät der Wärmepumpe gesetzt. „Heutige Modelle sind mit 27,5 bis maximal 52,7 Dezibel sehr leise. Je nach Sicherheitsvorschriften der Hersteller kann eine Wärmepumpe mit einem halben bis einen Meter zum Nachbarn montiert werden“, erklärt Simon Wiens, Wärmepumpenexperte der Pfalzwerke. Vier Tage später liefert die Wärmepumpe mit einer Leistung von rund 7 Kilowatt erste Wärme. „Im Durchschnitt genügt eine Vorlauftemperatur unter 40 Grad Celsius, lediglich wenn der 280 Liter Warmwasser-Speicher nachgeheizt wird, steigt sie auf 55 Grad – ein genügsames System“, beobachtete Patz.