Kraftwerk im All
Ohne Sonne gebe es kein Leben auf der Erde. Sie liefert uns seit Millionen Jahren kostenlos Energie. Aber wie gelingt es Pflanzen und Menschen, sie zu nutzen?
startete für die angehenden Elektroniker für Betriebstechnik Niklas Diepold und Jannis Pflüger die Praxis. Sie lernten an konkreten Aufträgen – nicht als „Stift“, der mitläuft, sondern als Teil der Juniorfirma mit eigener Verantwortung. Die handwerkliche Basis brachten sie aus dem ersten Lehrjahr im Ausbildungszentrum in Maxdorf mit. Das Konzept der Juniorfirma ist 20 Jahre alt geworden und ist bis heute vorbildlich. Die Idee: Die angehenden Fach- und Führungskräfte sollen möglichst früh eigenständig arbeiten und Verantwortung übernehmen. Seit der Gründung 2005 haben rund 400 junge Leute davon profitiert. Aktuell gehören 15 technische Auszubildende dazu, die sich unter Anleitung selbst organisieren. Dafür braucht es, wie in jeder Firma, einen „Chef“. Der wird regelmäßig für eine begrenzte Zeit gewählt, sodass jeder Auszubildende mindestens einmal während der Ausbildung diese Position ausfüllt. „Derjenige ist während dieser Zeit verantwortlich, dass alle Projekte bearbeitet werden und nicht nur die, die Spaß machen – oder auch, dass die Werkstatt aufgeräumt ist“, erklärt Niklas Diepold lächelnd.
Die Juniorfirma übernimmt Aufträge sowohl von der Pfalzwerke Gruppe, wie von Privatpersonen oder Kommunen. Die Ausbilder wählen infrage kommende Projekte aus und übergeben sie an den aktuellen Verantwortlichen. So zum Beispiel die Installation von 60 Ladepunkten für E-Bikes der Pfalzwerke-Mitarbeitenden in der Tiefgarage der Hauptverwaltung. Die künftigen Elektroniker müssen diesen Auftrag eigenständig planen, überlegen, was an Material und Werkzeug benötigt wird, Materialbestellungen an die Ausbilder übergeben, Termine abstimmen, einen Zeitplan erstellen und die Aufgaben innerhalb des Teams verteilen. Dann geht es los. „Die Juniorfirma ist in der Ausbildung eine tolle Bereicherung, weil man das Gelernte sofort anwenden kann. Das gibt Selbstvertrauen, wenn wir als Team ein Projekt erfolgreich abschließen“, betont Jannis Pflüger. Mit ersten Erfahrungen in der Juniorfirma wird schnell klar, „dass neben dem technischen Handwerk im Berufsalltag noch ganz andere Aufgaben wichtig sind, wie Kundengespräche führen, eine realistische Zeitplanung aufstellen oder die Arbeit dokumentieren“, ergänzt Niklas Diepold.
»Die Juniorfirma bietet Auszubildenden Eigenverantwortung und reale Berufspraxis. Das Ergebnis: selbstsichere Fachkräfte.«
„Natürlich können sich die Auszubildenden bei Fragen jederzeit an die Ausbilder wenden, aber wir versuchen nur so viel wie nötig einzugreifen. Sie wickeln den Auftrag eigenverantwortlich ab und lernen dabei, sich selbst zu strukturieren“, betont Sebastian Zimander, einer von 14 Ausbildern. Für die Pfalzwerke ist dieses Konzept eine Investition in die Zukunft und in die Region. Gut ausgebildete Fachkräfte werden in Pfalz und Saarpfalz gebraucht – ebenso bei den Pfalzwerken. Sebastian Zimander ist sich bewusst, dass die geburtenstarken Jahrgänge Vergangenheit sind. Ausbildungsbetriebe müssen sich heute empfehlen, und das tun die Pfalzwerke mit diesem prämierten Ausbildungskonzept. Auch kaufmännische Auszubildende sind ab dem ersten Lehrjahr Teil der Juniorfirma. Sie verantworten zum Beispiel das Auslesen von Zählern oder recherchieren, warum in einem leer stehenden Gebäude womöglich noch ein aktiver Stromanschluss ist.
Das nächste ambitionierte Projekt für die technischen Azubis steht schon parat: Das Unternehmen PPC in Mannheim produziert Smart Meter Gateways, die Brücke zwischen intelligenter Messtechnik (Smart Meter) in Gebäuden und dem Energiedienstleister. Sie planen ein Test- und Demozentrum für ihre Produkte – die elektrischen Arbeiten wird die Juniorfirma erledigen.
Interesse an einer Ausbildung bei den Pfalzwerken?
Kontakt und weitere Infos zur Ausbildung: pfalzwerke.de/karriere/ausbildung
Mehr über die Juniorfirma erfährst du auf unserem Blog: 20-Jahre-Pfalzwerke-Juniorfirma
Girls Day am 23. April 2026 in Maxdorf
Info: alexander.lutz@pfalzwerke.de
Ausbildungs- und Hochschulmesse am 24. April 2026 in der Festhalle Landau
Öffnungzeiten: 10–15 Uhr
Titelbild: Pfalzwerke